s
Gewählt wird in
35 Landkreisen und 1101 Städten und
Gemeinden
im Südwesten
s
8,5 Millionen Menschen
dürfen ihre Stimme abgeben,
darunter rund
600.000 EU-Bürger
s
200.000 16- und 17-Jährige
in Baden-Württemberg können
erstmals mitentscheiden
s
Vor fünf Jahren gaben
50,7 Prozent der Wahlberechtigten
ihre Stimme ab
s
Der
Frauenanteil
in den Gemeinderäten beträgt
22
, in den
Kreistagen sogar nur
16 Prozent
„Einer Stadt Seele einhauchen“
Die wichtigsten Fakten zur
Abstimmung
Bei den Kommunalwahlen
kandidieren zahlreiche haupt-
und ehrenamtliche Metaller-
innen und Metaller. Wir haben
fünf Kandidaten aus fünf Par­
teien gefragt, warum sie sich in
lokaler und regionaler Politik
engagieren:
Roland Walter
(59), Be­triebs­
ratsvor­sit­
zen­der von
Ma­quet in
Rastatt, hat
bereits 30 Jahre Erfahrung in
der Kommunalpolitik, seit 26
Jahren sitzt er für die Grünen
im Rastatter Gemeinderat. Dort
setzt er sich für Schulen mit
bestmöglichen Bildungschancen
ein, für eine Infrastruktur der
kurzen Wege sowie Freizeit- und
Kulturangebote, die „einer
Stadt die Seele einhauchen:
Sie sorgen dafür, dass die
Menschen gern dort wohnen.“
Wichtig ist ihm zudem, dass
Pflege-Angebote „nicht in
erster Linie Gewinninteressen
unterworfen werden“. Und,
dass er bei Abstimmungen „den
Blickwinkel der Beschäftigten“
einbringen kann.
Herbert
König
(55),
Betriebsrats­
chef im Pro­
gress-Werk
Ober­kirch, ist
seit 25 Jahren im Ortschaftsrat.
Seit 15 Jahren sitzt er für die
CDU im Gemeinderat von
Renchen, seit 16 Jahren ist
er Ortsvorsteher im Ortsteil
Erlach. Für ihn passen Beruf
und politisches Engagement
perfekt zusammen: „Auch als
Betriebsrat nimmt man sich
der Sorgen und Nöte seiner
Kollegen an und versucht,
ge­meinsam bestmögliche
Ergebnisse zu erreichen.“ Vor
Ort liegt ihm das Wohl der
Einwohnerschaft am Herzen,
besonders schätzt er dabei
das große ehrenamtliche
Engagement, das seinen
Stadtteil „liebens- und le­bens­
wert macht“.
Alexander
Haitz
(58),
Be­­triebsrat
imMercedes-
Benz-Werk
Gagge­nau
,
sitzt seit 25 Jahren für die FDP
im Gemeinderat von Gaggenau,
seit 2005 zudem im Kreistag.
Dort will er die wichtigen
Entscheidungen für Stadt
und Kreis begleiten und „ein
offenes Ohr für die Anliegen der
Mitbürgerinnen und Mitbürger“
haben. Als Betriebsrat erfährt er
täglich, was Beschäftigte etwa
zur Vereinbarkeit von Familie
und Beruf brauchen – und kann
in der Kommune entsprechend
auf die Einrichtung neuer Kitas
und flexible Betreuungszeiten
hinwirken.
Roland
Hamm
(57),
Erster Bevoll­
mächtigter
der IG Metall
in Aalen, ist
seit 20 Jahren politisch aktiv,
davon 16 Jahre als Stadtrat.
Seit 2009 sitzt er für die Linken
im Gemeinderat von Aalen und
setzt sich dort für bezahlbares
Wohnen, genügend Bildungs-
und Betreuungsangebote, gute
Arbeit und die Förderung der
Kultur ein. Zudem möchte er
die Bürger stärker an wichtigen
kommunalen Entscheidungen
beteiligen – analog zu seiner
Arbeit als Gewerkschafter: „In
den Kommunen setzt sich unser
Engagement für mehr soziale
Gerechtigkeit fort und wir
gestalten regionale Wirtschafts-
und Strukturpolitik mit.“
Max Czipf
(27), Jugend­
sekretär der
IG Metall in
Esslingen
und SPD-
Mitglied, kandidiert für den
Esslinger Gemeinderat und das
Stuttgarter Regionalparlament.
Langfristig will er die Wirtschaft
demokratischer gestalten
und zunächst das Projekt
„Regionalfonds“ voranbringen.
Damit soll das Land vom
Ver­kauf bedrohten Firmen
mit Eigenkapital helfen.
Der geplante gesetzliche
Mindestlohn ist für ihn „der
Be­weis, dass es sich lohnt,
gewerkschaftliche Anliegen in
die Parteien zu tragen.“ Zudem
können sich örtliche Politiker
bei Konflikten für den Erhalt von
Standorten einbringen.
Hintergrund zum transatlan­
tischen Freihandelsabkommen:
Hintergrundinfos für Jung- und
Erstwähler:
Am 25. Mai
wählen gehen!
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